Haus & Grund Eutin e.V. hilft der Rosskastanie !

Die sehr erfolgreichen Sammelbestellungen der vergangenen Jahre über Haus&Grund Eutin e.V. werden  nicht wiederholt.
Wir danken allen, die so zahlreich daran teilgenommen haben, den Kastanien zu helfen !

Für die über uns bisher erworbenen Fallen können wir jedoch für Sie neuen Lockstoff als Ersatz bestellen.
Sollten Sie die Aktion fortsetzen wollen, können Sie neuen Lockstoff zu einem reduzierten Sonderpreis bei uns erwerben.
Bitte melden Sie sich bis 15. März bei uns, wir werden dann  bei genügender Nachfrage eine Sammelbestellung vornehmen.

Informationen zum Befall der Rosskastanie mit der Miniermotte

Kastanienblätter, schwer geschädigt durch die KastanienminiermotteSeit einigen Jahren wird das vitale Erscheinungsbild der weißblühenden Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) durch die Rosskastanien-Miniermotte (Cameraria ohridella ) gestört.
Der Flug der 1. Generation der Kastanienminiermotte beginnt während der Kastanienblüte. 
Die Weibchen legen pro Fiederblatt bis zu 100 Eier auf die Blattoberseite. 
Nach 2 - 3 Wochen schlüpfen die Raupen und minieren in den Blättern.
Durch die Miniertätigkeit der Larven werden in den Kastanienblättern zwischen den Blattadern etwa pfenniggroße Hohlräume unter der Blattoberfläche herausgefressen, die später verbräunen und vertrocknen. 
Bei starkem Befall entstehen so bis zum Herbst zahlreiche Minengänge, die die Blätter erheblich schädigen.
Nach der 2 - 3 wöchigen Puppenruhe in einem Kokon in der Blattmine schlüpfen die Falter der 2. Generation Ende Juli/Anfang August. Je nach Witterung und Nahrungsangebot kann sich eine 3. Generation von September bis Oktober/November entwickeln. Die Puppen der letzten Generation und immer auch einige der 1. und 2. überwintern in den Blattminen der abgefallenen Blätter.

Bis zu 4.500 Kastanien-Miniermotten können aus nur 1kg trockenen Laubes schlüpfen.


Für eine Verringerung des Erstbefalls im Frühjahr ist es deshalb von entscheidender Bedeutung, dass im Herbst das Falllaub gründlich entfernt wird. Eine vollständige Bekämpfung ist damit zwar nicht erzielbar, der Befallsdruck durch die 1. Generation der Miniermotten im nächsten Jahr wird dadurch aber deutlich herabgesetzt. 
Andererseits werden dadurch aber auch die natürlichen Feinde mit dem Laub entfernt.

Für die Abtötung der Puppen reicht das Kompostieren des Herbstlaubs im Hausgarten i.d.R. temperaturbedingt nicht aus. 
Kleinere Laubmengen können über den Hausmüll entsorgt werden, größere Mengen sollten örtlichen Kompostieranlagen zugeführt werden. 

Eine chemische Bekämpfung ist nur mit dafür ausgewiesenen Pflanzenschutzmitteln erlaubt. 
Der Einsatz von teilweise stark giftigen Insektiziden sollte aber aus ökologischen und toxikologischen Gründen unbedingt unterbleiben.

Als biologisch wirksam haben sich einige Schlupfwespenarten erwiesen.  
Diese erreichen durch die rasante Vermehrung der
Kastanienminiermotten z.Zt. jedoch nur eine Wirkung von ca. 5 - max.20 %. 
Dieser Wert wird sich wahrscheinlich in den nächsten Jahren durch die reichlich vorhandenen Miniermotten erhöhen. 
Ob es jedoch zur Vernichtung der Miniermotten ausreichen wird, ist zweifelhaft.  

Neue Hoffnung macht ein kürzlich entwickelter, spezifischer, besonders umweltfreundlicher, synthetisch hergestellter weiblicher Sexuallockstoff der die Miniermottenmännchen anlockt, die dann in speziellen Pheromonfallen abgefangen werden. Auf diesem Weg bleibt eine große Zahl von Miniermottenweibchen unbefruchtet und kann sich so nicht mehr vermehren.                     

Pheromon-Trichterfalle:

Zur Befallsreduzierung können die Fallen ab dem Zeitpunkt des Schlüpfens der ersten Generation im Jahr, zur Zeit der Rosskastanienblüte, einen wesentlichen Beitrag leisten. 
Dieser Zeitpunkt ist besonders wichtig, da die natürlichen Gegenspieler, in erster Linie Schlupfwespen, dann noch nicht aktiv sind und die Schadmotten zu dieser Zeit ihre Populationen aufbauen.

In die eimerförmigen Pheromon-Trichterfallen werden in ein gesondertes Körbchen Pheromondispenser eingesetzt. 
Die dadurch angelockten männlichen Miniermotten fallen dann in den mit Seifenwasser gefüllten Auffangbehälter und stehen für eine Befruchtung somit nicht mehr zur Verfügung.
Die Trichterfalle wird ab Mitte April in 2 - 4 m Höhe im inneren Kronenbereich aufgehängt. 
In größeren Bäumen sollte der Abstand zwischen mehreren Fallen 5 - 6 m betragen.

Die Pheromondispenser müssen dann ca. alle vier bis sechs Wochen erneuert werden.

Der Befall der Bäume kann hiermit jedoch nur reduziert, nicht jedoch verhindert werden. 
Trotzdem ist es ein guter Beitrag zur Stärkung der Vitalität der Rosskastanien.

Je größer die Zahl der eingesetzten Fallen ist, desto  länger können wir uns an unseren Kastanien erfreuen. 

Für den weiteren oder erstmaligen Erwerb einer oder mehrerer Fallen wenden Sie sich bitte an :

re-natur

Telefon: 04323/9010-0
Telefax: 04323/9010-33
eMail: info@re-natur.de

Für die Bestellungen :

Biologischer Pflanzenschutz
Am Pfeifenkopf 9
24601 Stolpe

eMail: info@re-natur.de
Telefon: 04326-98610
Telefax: 04326-98611

Wenn Sie Mitglied in unserem Verein sind, teilen Sie der Fa. re-natur bitte bei der Bestellung Ihre Mitgliedsnummer mit.
Sie erhalten dann einen für Vereinsmitglieder reduzierten Sonderpreis.